Informationen zu Geländehöhenveränderungen

Die Stadt Landau befindet sich aufgrund ihrer Lage im Oberrheingraben in einem geologisch aktiven Gebiet. Messreihen der vergangenen Jahrzehnte zeigen, dass sich im gesamten Stadtgebiet Geländehöhen im Laufe der Jahre verändern.

Im Durchschnitt hat sich das Stadtgebiet in den Jahren 1950 bis 1993 um bis zu 4 mm im Jahr gesenkt. Punktuell sind zum Beispiel im nordwestlichen Stadtgebiet die Senkungen auch deutlich höher ausgefallen. Die Geländeabsenkungen sind bis heute zu beobachten, wobei die Intensität seit Mitte der neunziger Jahre auf durchschnittlich 1 mm im Jahr zurückgegangen ist. Seit den 90er Jahren können in Teilen des Stadtgebietes auch Hebungen beobachtet werden. Die Flächen zwischen dem Gewerbegebiet „Im Grein“ und der Bundesstraße 10 haben sich zum Beispiel seitdem um bis zu 50 mm angehoben. Aktuelle Vermessungen haben ergeben, dass in den vergangenen zweieinhalb Jahren erneut Hebungen im Stadtgebiet zu beobachten sind. Auf einer Linie vom Gewerbegebiet „Im Grein“ im Norden quer durch die Stadt bis zur freien Strecke der Weißenburger Straße im Süden hat sich in unterschiedlichem Ausmaß das Gelände angehoben. Die Werte reichen von 10 mm entlang der Hainbachstraße bis zu 70 mm südlich des Gleisbogens. Im zukünftigen Wohnpark Am Ebenberg wurden Hebungen von durchschnittlich 20 mm im selben Zeitraum gemessen.

Während die Hebungen in der Nord-Süd-Richtung das gesamte Gebiet der Kernstadt umfassen, schwächen sie sich in östliche und westliche Richtung deutlich ab und erreichen im Bereich des Quartier Vauban im Westen sowie des Gewerbeparks Am Messegelände den Wert Null. Die Stadt Landau in der Pfalz steht in enger Abstimmung mit den Landesämtern für Geologie und Bergbau sowie Vermessung und Geoinformation, um die Ursachen und mögliche Auswirkungen der Hebungen zu klären. Grundsätzlich sei für die Geländesenkungen und Geländehebungen ein breites Spektrum denkbarer Wirkmechanismen vorstellbar. Auch in anderen Landesteilen würden Änderungen der Geländehöhen beobachtet, die Ursachen seien vielfältig und oftmals in noch aktiven tektonischen Spannungsdifferenzen begründet.

Darüber hinaus sieht das Landesamt als beteiligte Behörde gegenwärtig keinen akuten Handlungsbedarf. Oberste Maxime und Zielsetzung der Stadt Landau ist es, für Bauherren und Investoren bestmögliche Planungssicherheit zu gewährleisten. Darüber hinaus sieht sich die Stadt Landau in der Pfalz als Grundstücksverkäuferin in der Pflicht, frühzeitig über die Beobachtungen zu informieren. Nach ersten Empfehlungen der Fachleute sollten bei Gründungen von Gebäuden die Beobachtungen berücksichtigt werden. Auf diese Weise können Investoren und Bauherren entsprechende technische Vorkehrungen treffen.

logolandau

Seit März 2015 werden keine neuen Karten zu Bodenveränderungen mehr ins Netz gestellt, weil keine Bodenveränderungen mehr feststellbar sind.

Messungen werden erst wieder durchgeführt, wenn das Werk wieder angefahren werden sollte.

Ob und wann das Kraftwerk wieder angefahren wird, ist der Stadtverwaltung derzeit nicht bekannt.

Karte der Lageänderungen Stand 11.03.2015

Karte_der_Lageaenderungen_11Maerz2015

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Karte der Höhenänderungen Stand 09.03.2015

Karte_der_Hoehenaenderungen_9Maerz2015

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Karte der Höhenänderungen Stand 11.12.2014

Karte_der_Hoehenaenderungen_29Oktober2014

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Karte der Höhenänderungen Stand 29.10.2014

Karte_der_Hoehenaenderungen_29Oktober2014

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Karte der Höhenänderungen Stand 29.09.2014

Karte_der_Hoehenaenderungen_29September

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Karte der Lageänderungen Stand 29.09.2014

Karte_der_Lageaenderungen_29September2014

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